Bodhimandala

Zusammenkunft - der Wirklichkeit zuliebe

Gruppenleitfaden

Dieser Leitfaden
ist Ausdruck unserer Einigkeit und dient dem Erhalt unserer Gemeinschaft.
Er schützt uns vor inneren und äußeren Einflüssen, die uns von unserem eigentlichen Anliegen ablenken könnten.
Er ist kein von außen auferlegtes Fremdwissen, sondern entspringt der jahrelangen Erfahrung unserer Teilnehmer.
Indem wir dem Leitfaden folgen, erkennen wir, dass unser gemeinsames Wohlergehen aus unserer Einigkeit erwächst. Unsere Treffen sind für alle offen, die einen Sinn in diesem Leitfaden sehen.


1. Wir sind uns einig, dass uns die Liebe zum Göttlichen verbindet und dass wir uns treffen, um dieser Liebe Ausdruck zu verleihen durch Meditation, Vorträge und Austausch. Wir gehören keiner Tradition oder Religion an, können uns aber ihrer bedienen, sofern es zum Wohl aller beiträgt.

2. Wir stimmen in unserem Wunsch überein, einen Ort zu kreieren und zu erhalten, wo wir voneinander lernen können und niemand sein eigenes Wissen und seine eigenen Erfahrungen unterdrücken muss.

3. Wir erkennen den Wert des „Weges" darin, das Leben zu seinen Bedingungen anzunehmen und wertzuschätzen. Daher sind wir uns einig, dass wir kein fiktives Ziel und keine Perfektion anstreben, sondern uns darin üben, ehrlich und offen mit dem Leben mitzufließen.

4. Die Treffen sind kein Ersatz für therapeutische Arbeit, schließen aber zugleich solche Prozesse nicht aus. Wir bemühen uns um Respekt und gegenseitige Wertschätzung als Basis für unser Miteinander.

5. Wir stimmen darin überein, dass wir im Göttlichen alle gleich sind, aber in einem Zentrum unterschiedliche Funktionen und Aufgaben erfüllen. Jede Aufgabe wird freiwillig übernommen als Dienst für sich und die Gemeinschaft.
Wem eine leitende Funktion anvertraut ist, folgt ebenso diesem Leitfaden und es liegt in der Verantwortung der Gruppe, gegebenenfalls daran zu erinnern.

6. Wir sind uns darin einig, dass wir immer nur für heute und den jeweiligen Augenblick meditieren. Die Teilnahme an den gemeinsamen Meditationen ist unabhängig von der Anwesenheit bestimmter Personen und jeder regelmäßige Besucher kann die Leitung der Meditation übernehmen.

7. Wir sind uns in unserem Anliegen einig, Menschen ohne Werbung und Druck an die Stille und den Glauben heranzuführen, damit sie ihre Unabhängigkeit in sich selbst erkennen können. Es ist ein Geschenk, das weiterzugeben, was uns selbst geschenkt wurde. So ist bei jedem Treffen ein neuer Besucher der wichtigste Teilnehmer, weil er uns daran erinnert, dem „Weg" frisch und unvoreingenommen zu begegnen.

8. Jeder Teilnehmer ist finanziell unabhängig und trägt mit seinen Spenden zum Erhalt des Zentrums bei. In regelmäßigen Organisationstreffen, an denen jeder teilnehmen kann, werden die anstehenden Aufgaben und Dienste besprochen und verteilt.

9. Wir üben uns Tag für Tag darin, den Geist der Offenheit zu bewahren und bitten um göttliche Führung und Kraft, uns den Herausforderungen zu stellen.